Stress ade - zur Ruhe kommen mit autogenem Training

Die täglichen Anforderungen des Alltags können manchmal sehr belastend sein. Hektik und Leistungsdruck in Ausbildung und Beruf gehen auf Dauer nicht spurlos an uns vorüber. Selbst in unserer Freizeit neigen wir zu Freizeitstress und stürzen uns lieber in strapaziöse Unternehmungen, anstatt uns zurückzulehnen und zur Ruhe zu kommen. Genau darum geht es im autogenen Training.
Die 1926 vom Psychiater J. H. Schultz entwickelte und ursprünglich aus der Hypnose stammende Entspannungstechnik ist mittlerweile weit verbreitet und als Therapiemethode anerkannt. Dabei wird primär mit Autosuggestion gearbeitet – salopp könnte man sagen, dass sich Anwender selbst hypnotisieren. Dadurch lässt sich beispielsweise auch das vegetative Nervensystem positiv beeinflussen, also die Bereiche und Funktionen des Körpers, die sich normalerweise nicht bewusst steuern lassen: Atmung, Brutkreislauf, Stoffwechsel etc. Genau das macht das autogene Mittel zum wirksamen Mittel gegen typische Stresssymptome. Muskeln entspannen sich, der Puls sinkt, der Atem geht ruhiger: Bereits mit ein paar einfachen Übungen kann das Wohlbefinden immens gesteigert werden. Der Anwender sitzt entspannt und konzentriert sich im Rahmen einer Übung nacheinander auf einzelne Körperpartien. Durch das lautlose Aufsagen von Formeln wie „Mein rechter Arm/mein linkes Bein/… wird schwer“ wird der Körper Schritt für Schritt beruhigt.
Was sich zunächst leicht anhört, sollte dennoch unter Anleitung eines professionellen Trainers gelernt werden. Kurse gibt es in den meisten Volkshochschulen, aber auch in Yoga-Zentren und Physiotherapie-Praxen. Zwischen sechs bis acht Wochen sollte man schon einplanen, um zumindest die Grundlagen zu beherrschen. Natürlich ist auch ein Selbststudium mit entsprechenden Fachbüchern und Audio-CDs möglich. Regelmäßige AT-Anwender können nicht nur einfacher entspannen, sondern auch effektiv Burn-out vorbeugen und ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit in Freizeit und Beruf steigern.

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