Live Action Roleplay mit Jugger

Mit Lanzen und Ketten auf der Jagd nach einem Hundeschädel: Was zunächst nach einem martialischen Fantasyfilm klingt, ist in Wirklichkeit eine ganz unblutige Sportart aus Deutschland. Jugger verbindet Rollenspielelemente mit Sportarten wie Rugby.

„3, 2, 1… Jugger!“: Nach diesem Ausruf laufen zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielern und allerlei Waffen aufeinander zu. Sie wollen als erstes an den Hundekopf kommen, der in der Mitte des Spielfelds liegt. Bei den Waffen handelt es sich allerdings nicht um echte Waffen, sondern um Attrappen aus Kunststoff und Schaumgummiüberzug. Pompfen werden diese Spielgeräte genannt. Auch der Hundeschädel ist kein echter Überrest eines Vierbeiners, sondern ebenfalls eine Kunststoffanfertigung. Er dient als eine Art Spielball. Die Mannschaften müssen versuchen den Hundekopf, auch „Jugg“ genannt, in das Platzierfeld des Gegners bringen. Die Pompfen dienen den Teams dabei zunächst als taktische Hilfsmittel.

Jede Mannschaft hat einen Läufer, der keine Pompfen bei sich trägt. Er darf als einziger den Spielball aufnehmen und in das Mal auf der gegnerischen Seite stecken. Die anderen Mitspieler sind Pompfer. Sie wählen frei ihre Waffenausrüstung, die zumeist aus länglichen Stäben mit Schaumstoffabdeckung besteht. Der Sinn der Waffen ist es, den angreifenden Läufer zu schützen oder aufzuhalten. Wird ein Spieler mit einer Pompfe berührt, muss er sich hinknien und darf für bestimmte Zeit nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Gewonnen hat die Mannschaft, die in der regulären Spielzeit die meisten Juggs im gegnerischen Platzierfeld unterbringen konnte.

Jugger wurde Anfang der 90er-Jahre erfunden und basiert auf dem australischen Film „Jugger - Kampf der Besten“ von 1989. Die gladiatorenartigen Kämpfe um einen Hundeschädel, wie er auch in dem Film zu sehen ist, fanden damals besonders in Deutschland viele Anhänger. Mittlerweile gibt es deutschlandweit sogar eine eigene Jugger-Liga und mehrere Turniere.

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