Baunatal, 29.04.2026 (lifePR) – Mit einer Absichtserklärung haben der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. und der Schwesterverband Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure (USKA) ihre gewohnt enge Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben. Die am 2. Februar in Kraft getretene Vereinbarung verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den beide Verbänden im Bereich der Amateurfunkausbildung zu verbessern. Die Bedeutung der Vereinbarung unterstreicht DARC-Referent Prof. Dr. Matthias Jung: „Dieses Pilotprojekt bietet die Chance, den Amateurfunk in ganz Europa nachhaltig zu fördern.“

Im Rahmen ihrer Bestrebungen, Inhalte und didaktischen Aufbau der Amateurfunkausbildung kontinuierlich zu aktualisieren und zu modernisieren, will die UKSA eine an die schweizerischen Verhältnisse angepasste Variante der unter dem Titel „50Ohm.de“ vom DARC entwickelten Unterrichtsmaterialien erstellen. Die Inhalte und Software für „50Ohm.de“ hat der DARC unter einer freien Lizenz veröffentlicht, die die Nutzung der Materialien in diesem Sinne gestattet.

Die Bedeutung der Vereinbarung für den Amateurfunk in der Schweiz unterstrich USKA-Präsident Bernard Wehrli: „Amateurfunk ist international. Die Schweiz ist dreisprachig. Es bietet sich an, auch in der Ausbildung über Landes- und Sprachgrenzen hinweg international zusammenzuarbeiten. Denn eine gute und moderne Ausbildung ist der entscheidende Schlüssel, um den Bestand aktiver Funkamateure langfristig zu sichern.“

Die deutsche Amateurfunkklasse N und die novellierte Amateurfunkverordnung
Im Jahr 2024 trat eine neue Amateurfunkverordnung in Deutschland in Kraft, die neben den bekannten Amateurfunkklassen E und A eine neue Klasse N umfasst. Für die Prüfung zu dieser sogenannten Einsteigerklasse hatte der DARC e. V. im Auftrag der Bundesnetzagentur einen Single-Choice-Fragenkatalog erstellt. Außerdem hatte das DARC-Referat AJW (Ausbildung, Jugend, Weiterbildung) unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Jung und mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlich Aktiver die Lernplattform 50ohm.de entwickelt.

Den Erfolg dieses Projekts belegen die Statistiken der zuständigen Bundesnetzagentur: Im Jahr 2024 verdoppelte sich die Zahl der abgelegten Prüfungen im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre, und erstmals seit über zehn Jahren wuchs die Gesamtzahl der Funkamateure in Deutschland wieder. Die neue Klasse N erwies und erweist sich dabei als eine Art Sprungbrett: Viele Funkamateure steigen bereits kurze Zeit nach ihrer Erstprüfung auf die Klassen E oder A um, die deutlich weitreichendere Nutzungsmöglichkeiten im Amateurfunk zulassen.

Die Erfolge des neuen Prüfungs- und Lernsystems führten zu internationaler Aufmerksamkeit, und mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung trägt diese Aufmerksamkeit nun erste Früchte. Entsprechend zufrieden zeigt sich das zuständige DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke: „Dass unsere Lernplattform anerkannt und adaptiert wird, ist ein schöner Lohn für den unermüdlichen Einsatz so vieler Aktiver. Wir freuen uns, dass 50 Ohm.de einen Beitrag zum internationalen Brückenbau im Amateurfunk leistet.“

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