Bad Griesbach, 12.05.2026 (lifePR) – Kognitive Einschränkungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme: Was für Außenstehende auf den ersten Blick oft verborgen bleibt, prägt den Alltag vieler Schlaganfall-Patienten nachhaltig. Genau diesen »unsichtbaren Folgen« widmete sich der Aktionstag zum Tag gegen den Schlaganfall am 11. Mai im Passauer Wolf Reha-Zentrum Bad Griesbach – und traf damit auf große Resonanz. Unter dem Motto »Ich spüre was, was du nicht siehst …« gelang es dem Passauer Wolf Bad Griesbach, ein häufig unterschätztes Thema in den Fokus zu rücken und wichtige Impulse für mehr Verständnis im Umgang mit den langfristigen Auswirkungen eines Schlaganfalls zu geben.
Aufklärung schaffen
Zahlreiche Besucher nutzten im Rahmen des Aktionstages die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren, Fragen zu stellen und die modernen Therapieansätze während der Rehabilitation kennenzulernen. In Impulsvorträgen beleuchteten Dr. med. Oliver Meier, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Griesbach sowie Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, und Sabine Böhm, Leitung Psychologie im Passauer Wolf Bad Griesbach, die komplexen Auswirkungen eines Schlaganfalls auf Denken, Wahrnehmung und Belastbarkeit. »Viele dieser Einschränkungen sind für Außenstehende nicht sichtbar, für die Betroffenen jedoch allgegenwärtig«, erklärt Dr. med. Oliver Meier. »Das große Interesse am Aktionstag zeigt, wie wichtig es ist, dieses Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.« Sabine Böhm ergänzt: »Wir erleben in der Praxis häufig, dass Betroffene nach außen wieder ›gesund‹ wirken. Gleichzeitig kämpfen sie im Alltag mit Konzentrationsproblemen, schneller Erschöpfung oder Veränderungen im Verhalten. Diese Diskrepanz führt nicht selten zu Missverständnissen – genau hier setzt Aufklärung an.«
Therapie zum Erleben und Verstehen
Neben den Fachvorträgen bot der Aktionstag auch die Gelegenheit, moderne Therapieansätze im Passauer Wolf Bad Griesbach direkt zu erleben. An interaktiven Mitmachstationen konnten Besucher verschiedene Therapiegeräte selbst ausprobieren – darunter das SRT5-Training, ein intelligentes Gerät in der Ergotherapie zur Unterstützung beim Wiedererlernen von Bewegungen im Schulter-Arm-Bereich. Auch das Virtual-Reality-System Cureo®, mit dem Patienten mithilfe einer VR-Brille in virtuelle Welten eintauchen und kognitive sowie sensomotorische Fähigkeiten trainieren, sowie der interaktive Care Table, ein großformatiger Touchscreen-Tisch zur Förderung kognitiver und motorischer Fähigkeiten, stießen auf großes Interesse. »Die praktische Erfahrung schafft ein ganz anderes Verständnis für Therapie«, sagt Lili Beyrodt, stellvertretende Therapieleitung im Passauer Wolf Bad Griesbach. »Viele Besucher waren überrascht, wie vielseitig und individuell Rehabilitation heute gestaltet werden kann. Gleichzeitig entsteht durch das eigene Ausprobieren oft auch Zuversicht.«
Hoher Beratungsbedarf – auch telefonisch
Ergänzt wurde der Aktionstag durch eine bundesweite Telefon-Sprechstunde der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, an der sich der Passauer Wolf Bad Griesbach bereits einige Tage zuvor beteiligte. Auch dieses Angebot wurde intensiv genutzt. Sabine Böhm berichtet: »Die Gespräche waren sehr vielfältig – von konkreten Therapieoptionen bis hin zu alltagspraktischen Strategien. Viele Anrufer haben gezielt nach Unterstützung gesucht, um mit den unsichtbaren Folgen besser umgehen zu können. Der Bedarf an individueller Beratung ist nach wie vor groß.«