Bad Sooden-Allendorf, 10.08.2026 (lifePR) – Mit neuer neurologischer Leitung, spezialisierter Expertise und enger universitärer Vernetzung schärft die Klinik Hoher Meißner ihr medizinisches Profil in der Rehabilitation seltener neuromuskulärer Erkrankungen.
Seltene neuromuskuläre Erkrankungen gehören in der Klinik Hoher Meißner seit vielen Jahren zum klinischen Alltag. Unter der Leitung von Patrick Weish, Facharzt für Neurologie und seit Januar 2026 Chefarzt der Neurologie, entwickelt die Klinik diesen Schwerpunkt weiter. Unterstützt wird er dabei von Dr. Arne Krahn, seit März 2026 Leitender Oberarzt in der Klinik, sowie von einem erfahrenen interdisziplinären Team.
Weish absolvierte seine Facharztausbildung an der Universitätsmedizin Göttingen, wo er seinen klinischen Schwerpunkt in der Neurophysiologie und in der Diagnostik neuromuskulärer Erkrankungen setzte. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten zählen die neurophysiologische Funktionsdiagnostik, der Nerven- und Muskelultraschall sowie die ultraschallgestützte Botulinumtoxintherapie.
Neuromuskuläre Erkrankungen sind eine Gruppe oft seltener Krankheitsbilder, bei denen Nerven, Muskeln oder die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel betroffen sind. Dazu gehören zum Beispiel Muskeldystrophien, Myopathien, Myasthenia gravis, Polyneuropathien und Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Für die Rehabilitation ist eine genaue neurologische Einordnung besonders wichtig, da sich Belastbarkeit, Therapieziele und Unterstützungsbedarf je nach Erkrankung deutlich unterscheiden.
„Neuromuskuläre Rehabilitation braucht individuelle Konzepte statt standardisierter Schemata“, sagt Patrick Weish. „Dieser Ansatz prägt die Klinik Hoher Meißner seit vielen Jahren. Gemeinsam mit unserem therapeutischen Team wollen wir dies weiterentwickeln und die Behandlung noch genauer an Krankheitsbild, Funktionsniveau und Versorgungsbedarf der Betroffenen ausrichten.“
Seit März 2026 verstärkt Dr. Arne Krahn als Leitender Oberarzt das Team der Neurologie. Dr. Krahn und Weish kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit an der Universitätsmedizin Göttingen und bringen universitäre Erfahrung in die rehabilitative Versorgung ein. Gemeinsam organisieren sie die Fachtagung für Neurophysiologie und angrenzende Gebiete.
„Mit Patrick Weish an der Spitze der Neurologie erhält der langjährige Schwerpunkt für neuromuskuläre Erkrankungen der Klinik Hoher Meißner neue fachliche Impulse“, sagt Tanja Löwenstein, Mitglied der Geschäftsführung der Wicker-Gruppe. „Seine neurophysiologische Expertise, die universitäre Vernetzung und die Verstärkung durch Dr. Arne Krahn stärken das medizinische Profil der Klinik deutlich.“
In der neurologischen Abteilung arbeiten Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Sozialdienst, Pflege und ärztlicher Dienst eng zusammen. Gerade bei neuromuskulären Erkrankungen ist diese interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtig, da häufig mehrere körperliche, funktionelle und auch psychosoziale Bereiche betroffen sind. Neben der Therapie spielen daher auch die Hilfsmittelversorgung sowie die sozialmedizinische Beratung und die Planung der weiteren Versorgung eine wichtige Rolle.
Die Klinik Hoher Meißner ist seit vielen Jahren in die spezialisierte Versorgung neuromuskulärer Erkrankungen eingebunden und Teil des von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. anerkannten Neuromuskulären Zentrums der Universitätsmedizin Göttingen. Für Betroffene bedeutet das spezialisierte fachliche Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Krankheitsbildern, die im allgemeinen neurologischen Alltag vergleichsweise selten vorkommen.