München, 10.08.2026 (lifePR) – Die ZTK Zahngesundheit informiert Patientinnen und Patienten an ihren zwölf Standorten in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darüber, wann eine Wurzelbehandlung nötig sein kann und wie sie abläuft. Dabei wird entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus dem Zahn entfernt, das Kanalsystem gereinigt und anschließend verschlossen. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden zu behandeln und den natürlichen Zahn zu erhalten.

Karies kann bis zum Zahnnerv vordringen

Unter dem Zahnschmelz und dem Zahnbein liegt das Zahnmark. Es enthält Blutgefäße, Bindegewebe und Nerven. Dringen Bakterien durch tiefe Karies, einen Riss oder eine Unfallverletzung in diesen Bereich ein, kann sich das Gewebe entzünden oder absterben.

Mögliche Warnzeichen sind anhaltende Zahnschmerzen, eine starke Reaktion auf Wärme oder Kälte, Schmerzen beim Zubeißen, eine Schwellung am Zahnfleisch oder eine Verfärbung des Zahns. Eine Entzündung kann jedoch auch längere Zeit wenige Beschwerden verursachen. Ob eine Wurzelbehandlung nötig ist, zeigt erst die zahnärztliche Untersuchung.

Bei einer deutlichen Schwellung, starken Beschwerden oder Fieber sollten Betroffene zeitnah zahnärztliche Hilfe suchen. Eine unbehandelte Infektion kann sich in das umliegende Gewebe ausbreiten und einen Abszess verursachen.

Reinigen, füllen und dicht verschließen

Vor der Behandlung untersucht die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Zahn und fertigt je nach Befund Röntgenaufnahmen an. Anschließend wird der Bereich örtlich betäubt. Ein Spanngummi kann den Zahn vom Mundraum abschirmen und das Arbeitsfeld trocken halten.

Über einen kleinen Zugang entfernt das Behandlungsteam entzündetes oder abgestorbenes Gewebe aus den Wurzelkanälen. Feine Instrumente und Spüllösungen helfen dabei, die Kanäle zu erweitern und zu reinigen.

Danach werden sie mit einem geeigneten Material gefüllt und dicht verschlossen. Je nach Zustand erhält der Zahn abschließend eine Füllung oder Krone, damit er beim Kauen geschützt ist.

Die Zahl der Sitzungen hängt vom Zahn, der Form seiner Kanäle und dem Ausmaß der Entzündung ab.

Komplexe oder stark gekrümmte Kanäle können mehr Zeit und weitere Termine erfordern. In ausgewählten Fällen unterstützt ein Dentalmikroskop die Sicht auf feine Strukturen. Welche Technik sinnvoll ist, entscheidet das Behandlungsteam nach dem Befund.

Beschwerden nach der Behandlung beobachten

Nach einer Wurzelbehandlung kann der Zahn vorübergehend empfindlich sein. Die Praxis gibt dazu passende Hinweise für Essen, Mundpflege und mögliche Medikamente. Starke, zunehmende oder länger anhaltende Beschwerden sollten kontrolliert werden.

Auch ein wurzelbehandelter Zahn braucht weiter Pflege und Vorsorge. Er kann erneut an Karies erkranken oder durch hohe Belastung geschädigt werden. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Veränderungen früh zu erkennen und die Versorgung zu prüfen.

Zahnerhalt wird einzeln abgewogen

Nicht jeder entzündete Zahn lässt sich erhalten. Entscheidend sind unter anderem die verbliebene Zahnsubstanz, der Zustand der Wurzel und des Zahnhalteapparats sowie die spätere Versorgung. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt bespricht mit der betroffenen Person, welche Behandlung medizinisch sinnvoll ist und welche Kosten die Krankenversicherung übernimmt. Pauschale Aussagen sind hier nicht möglich.

Weitere Informationen zu Ablauf, Nachsorge und möglichen Kosten stellt die ZTK auf ihrer Seite zur Wurzelbehandlung bereit.

Nach oben scrollen