Berlin, 12.08.2026 (lifePR) – Nur wenige Wochen nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist nun auch das Nachbarland Kolumbien von einem schweren Erdbeben getroffen worden. Die internationale christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse bereitet derzeit einen Hilfsflug mit Planen für Notunterkünfte, Hygienesets und weiteren Hilfsgütern vor. Gleichzeitig geht die Hilfe in Venezuela weiter.

„Samaritan’s Purse arbeitet seit vielen Jahren in Kolumbien und verfügt über bestehende Strukturen im Land. Das hilft uns jetzt, schnell auf die Not nach dem Erdbeben zu reagieren“, sagt Marina Nobiling, Vorstand von Samaritan’s Purse Deutschland.

Kolumbien und Venezuela sind in der Arbeit von Samaritan’s Purse eng miteinander verbunden. 2018 begann die Organisation ihre Arbeit in Kolumbien, zunächst um Menschen zu unterstützen, die vor Gewalt und wirtschaftlicher Not aus Venezuela geflohen waren. Inzwischen unterhält Samaritan’s Purse drei Büros im Land. Die Teams leisten unter anderem medizinische Hilfe, unterstützen Menschen, die von akuter Mangelernährung betroffen sind, und engagieren sich für sichere Migration und Kinderschutz.

Ende Juni wurde Venezuela von schweren Erdbeben getroffen. Samaritan’s Purse brachte Hilfsgüter ins Land und errichtete in der Küstenstadt La Guaira ein Emergency Field Hospital. Inzwischen wurden dort mehr als 5.000 Patienten behandelt und über 300 Operationen durchgeführt. Zwei Meerwasser-Entsalzungsanlagen wurden installiert. Darüber hinaus verteilt Samaritan’s Purse gemeinsam mit lokalen Partnern Hilfsgüter und warme Mahlzeiten und versorgt Familien mit Unterkünften.

Eine wichtige Rolle spielen lokale Kirchen und Gemeinden, die zu Anlaufstellen für die Bevölkerung geworden sind. Gemeinsam mit ihnen verbindet Samaritan’s Purse praktische Hilfe mit seelsorgerlicher Begleitung und Gebet.

Ein Ende des Venezuela-Einsatzes ist noch nicht absehbar. Da das Gesundheitssystem bereits vor den Erdbeben stark belastet war, soll das Emergency Field Hospital noch über Monate weiterbetrieben werden. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen“, sagt Marina Nobiling. „Solche Katastrophen haben langfristige Folgen. Wir wollen auch dann an der Seite der Menschen bleiben, wenn die erste Aufmerksamkeit vorüber ist.“

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