München, 10.08.2026 (lifePR) – Die ZTK Zahngesundheit informiert Eltern, Sporttreibende und Reisende an ihren zwölf Standorten in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darüber, was nach einem Zahnunfall zu tun ist. Wenige klare Schritte helfen dabei, den verletzten Zahn bis zur zahnärztlichen Versorgung zu schützen. Entscheidend sind ein schonender Umgang mit dem Zahn und eine schnelle Untersuchung, weil auch kleine Verletzungen später Folgen haben können.
Auch kleine Schäden untersuchen lassen
Ein Sturz vom Fahrrad, ein Ball im Gesicht oder ein Zusammenstoß beim Spielen kann einen Zahn lockern, verschieben, abbrechen oder ganz aus dem Kiefer lösen. Von außen lässt sich das Ausmaß nicht immer sicher erkennen. Daher sollte eine Zahnarztpraxis auch vermeintlich kleine Schäden prüfen. Das gilt vor allem, wenn ein Zahn seine Position verändert hat, stark schmerzt oder beim Zubeißen stört.
Nach dem Unfall sollten Betroffene Ruhe bewahren und zeitnah eine Zahnarztpraxis oder den zahnärztlichen Notdienst anrufen. Die Praxis kann am Telefon einschätzen, wie dringend die Versorgung ist und wohin sich die betroffene Person wenden sollte.
Ausgeschlagene bleibende Zähne feucht halten
Ein vollständig ausgeschlagener bleibender Zahn darf nicht austrocknen. Er sollte nur an der sichtbaren Zahnkrone angefasst werden. Die empfindliche Wurzel darf weder gereinigt noch desinfiziert werden. Für den Transport eignet sich am besten eine Zahnrettungsbox. Ist keine Box verfügbar, kann H-Milch als kurze Zwischenlösung dienen. Der Zahn gehört nicht in ein trockenes Taschentuch.
Die Wiedereinpflanzung und weitere Versorgung sollten nach zahnärztlicher Anleitung erfolgen. Wer unsicher ist, transportiert den Zahn in einer Zahnrettungsbox und sucht sofort eine Praxis oder einen zahnärztlichen Notdienst auf. Je kürzer die Zeit bis zur Behandlung ist und je besser die Wurzeloberfläche geschützt bleibt, desto eher kann ein Erhalt möglich sein.
Bei einem ausgeschlagenen Milchzahn gelten andere Regeln: Er wird nicht wieder eingesetzt, weil dadurch der darunterliegende bleibende Zahn geschädigt werden kann. Auch in diesem Fall ist eine zeitnahe Untersuchung wichtig.
Zahnbruchstücke mitnehmen
Ist nur ein Teil der Zahnkrone abgebrochen, sollte das Bruchstück gesucht und zur Praxis mitgenommen werden. Je nach Befund kann es wieder befestigt oder der Defekt mit einer Füllung versorgt werden. Ein gelockerter oder verschobener bleibender Zahn lässt sich unter Umständen zurücksetzen und vorübergehend an den Nachbarzähnen schienen.
Nachkontrollen gehören zur Behandlung
Mit der ersten Versorgung ist ein Zahnunfall nicht immer abgeschlossen. Der Zahnnerv kann erst später reagieren. Verfärbungen, neue Schmerzen oder Schwellungen können auf eine Folge des Unfalls hinweisen.
Deshalb sind die empfohlenen Kontrolltermine wichtig, auch wenn der Zahn zunächst ruhig bleibt.
Wer unterwegs ist, kann bereits vor einer Reise prüfen, wo Zahnrettungsboxen erhältlich sind, und die Nummer des zahnärztlichen Notdienstes speichern. Die Box ersetzt keine Behandlung. Sie überbrückt nur die Zeit bis zur Praxis.