Berlin, 11.08.2026 (lifePR) – Was bedeutet eine Demenz-Diagnose? Woran lässt sich eine beginnende Demenz erkennen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es – und wie kann das Leben mit Demenz gut gestaltet werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) „Demenz? Gut zu wissen! Verstehen, helfen, gemeinsam handeln“. Der kompakte Ratgeber bündelt grundlegendes Wissen über Demenzerkrankungen und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, wie Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen Unterstützung finden und den Alltag gestalten können. An vielen Stellen kommen dabei Menschen mit Demenz selbst zu Wort.

Demenz verstehen, Unsicherheit abbauen

Eine Demenz wirft bei Betroffenen und Angehörigen häufig viele Fragen auf. Die neue Broschüre erklärt verständlich, was unter einer Demenz zu verstehen ist, welche Ursachen es gibt und welche Symptome und Verläufe bei unterschiedlichen Demenzerkrankungen auftreten können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wann Gedächtnisprobleme Anlass für eine ärztliche Abklärung geben. Die Broschüre beschreibt unter anderem elf mögliche Warnsignale einer beginnenden Demenz – darunter Gedächtnisstörungen, Orientierungsprobleme, Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben und Veränderungen von Verhalten oder Stimmung.

Was tun nach einer Demenz-Diagnose?

Eine Demenz-Diagnose verändert vieles – aber sie bedeutet nicht, dass ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben nicht mehr möglich ist. Die Broschüre gibt Anregungen, wie Menschen mit Demenz ihren Alltag gestalten, mobil bleiben, ihre Freizeit aktiv nutzen und mit der Diagnose umgehen können. Eine eigene Checkliste fasst wichtige Schritte zusammen, die nach einer Demenz-Diagnose hilfreich sein können.

Auch Angehörige brauchen Unterstützung

Eine Demenz betrifft nie nur die erkrankte Person. Auch Partnerinnen und Partner, Kinder, Freunde und andere Angehörige stehen vor neuen Herausforderungen. Die Broschüre beschreibt, wie Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz gelingen können und welche Möglichkeiten der Entlastung bestehen.

Vorgestellt werden unter anderem Beratungsstellen, Angehörigengruppen, Schulungen, Betreuungsangebote, Besuchsdienste, ambulante Pflegedienste, Tages- und Kurzzeitpflege sowie weitere Unterstützungsangebote. Auch wichtige rechtliche und finanzielle Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflegeversicherung und Schwerbehindertenausweis werden verständlich erklärt.

„Eine Demenz-Diagnose wirft viele Fragen auf. Gute Informationen können dabei helfen, Ängste abzubauen und die nächsten Schritte zu planen. Unsere neue Broschüre soll Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dabei unterstützen, sich zu orientieren und die passende Hilfe zu finden“, sagt Swen Staack, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Früh informieren, Unterstützung nutzen

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft empfiehlt Menschen, die mit einer Demenz-Diagnose konfrontiert sind, sich möglichst frühzeitig beraten zu lassen. Neben medizinischen Ansprechpartnern können insbesondere regionale Alzheimer-Gesellschaften und andere Beratungsangebote eine wichtige Unterstützung sein. Auch das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bietet Informationen und Orientierung.

Die neue Broschüre möchte dabei ein erster Wegweiser sein: Sie vermittelt Grundlagenwissen, gibt konkrete Handlungsempfehlungen und verweist auf weiterführende Hilfen.

Broschüre kostenlos verfügbar

„Demenz? Gut zu wissen! Verstehen, helfen, gemeinsam handeln“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, 1. Auflage 2026, ist in gedruckter Form und als barrierefreies PDF kostenlos erhältlich.

Download der Broschüre:
„Demenz? Gut zu wissen!“ – PDF der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Bestellung der gedruckten Ausgabe:
Online-Shop der DAlzG – „Demenz? Gut zu wissen!“

Welt-Alzheimertag am 21. September

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag (WAT). In Deutschland steht der Tag in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie nicht durch ihre Krankheit definiert und ausgegrenzt werden, sondern weiterhin Teil der Gesellschaft sind – mit all ihren Stärken. Deshalb informieren Alzheimer-Gesellschaften und andere Engagierte am WAT und in der Woche der Demenz, die vom 21. bis 27. September stattfindet, über die Erkrankung und ihre Folgen für Betroffene und Angehörige. Eine bundesweite Übersicht der Veranstaltungen ist zu finden unter www.welt-alzheimertag.de.

Hintergrund 

In Deutschland leben heute etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Rund zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken etwa 400.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,3 bis 2,7 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.

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