Ilmenau, 10.09.2026 (lifePR) – „Ich habe es geschafft, ich bin frei! – Nun seit zwei Wochen. Ich bin deinem Beispiel gefolgt und habe mich von meinem selbstherrlichen und despotischen Ehemann getrennt.“ So beginnt die Autorin Gisela Rein ihren Briefwechsel mit ihrer Freundin Lore. „Blumenlieder einer späten Liebe“ (ISBN 978-3-95716-420-9) schildert in 13 Briefen die Entwicklung einer Liebesbeziehung eines reiferen Paares auf dem Hintergrund des Endes der DDR. Auch Gedichte spielen eine Rolle – mit ihnen kommt der Mann in dieser Beziehung, Claus Irmscher, ins Spiel. Dieser Briefroman erscheint am 18. September.
Zwei ältere DDR-Hobby-Schriftsteller, Frau und Mann, lernen sich zur Zeit der politischen „Wende“ in einem „Zirkel schreibender Arbeiter“ kennen, in dem sie zwar unter fachmännischer Leitung schreiben dürfen, aber keine Chance haben, dass ihre Texte veröffentlicht werden. Papier war knapp in der DDR und wurde für Parteibroschüren gebraucht.
Während der kleinen Abschlussfeier einer Zusammenkunft im Schloss Sondershausen stellen sie fest, wie sympathisch sie sich finden und dass ihnen auch die vorgetragenen Geschichten des Anderen ausnehmend gut gefallen, während diese von den jeweiligen Ehepartnern entweder als „brotlose Kunst“ bezeichnet oder als so unverständlich wie „Russisch“ empfunden werden.
Dazu gilt es, die Hürden des Alltags zu überwinden – die Umbrüche nach der friedlichen Revolution und dem Ende der DDR, die alle Lebensbereiche verändern. Wie und unter welchen schwierigen Umständen beide zueinander finden, sich aus den lieblosen Ehezwängen befreien, selbst ein Ehepaar werden, und, aus Mangel eines Verlags für ihre Manuskripte, selbst einen gründen, mit einigem Erfolg, und Liebende bleiben bis ins hohe Alter, erzählt dieses Buch.
Eine berührende Liebesgeschichte, verflochten mit einem Stück Frauenemanzipation und einem Stück Zeitgeschichte – behutsam, respektvoll, leidenschaftlich und fröhlich.